Windsurfen

Gold am 11.11.2017

5°C Luft- und 10°C Wassertemperatur sowie Regen – nicht die besten Aussichten, aber zumindest auf Fehmarn sollte es ein Zeitfenster geben, in dem es nicht regnet und sich auch hin & wieder mal die Sonne zeigt. Letzteres und die Vorhersagen von WF, MV und dem Dänen ließen mich dann doch die Reise gen Norden antreten, um nochmal auf’s Wasser zu kommen. Wer weiß, vielleicht sogar das letzte Mal dieses Jahr? Schließlich soll es bald noch kälter werden!

Auch wenn es auf dem Weg nach Fehmarn regnete, so war es wenigstens bei meiner Ankunft vor Ort trocken. Nach kurzem Spotcheck, sollte das 5.2er passen und ich habe erstmal den ganzen Kram zum Strand getragen, um dort aufzubauen. Als dann aber ein Freestyler mit 4.4er Segel an mir vorbeiging, bin ich doch stutzig geworden und hab erstmal geschaut, was er mit seiner Kombi so hinbekommt: Rein ins Wasser, Segel hoch, daruf springen und im Rutschen war er. Ok, dann mal schnell das 5.2er zurück in den Bus bringen und das 4.6er holen. Eine gute Wahl wie sich später herausstellen sollte, denn die dänische Vorhersage hatte sich sogar noch ein wenig verbessert und hat es von allen Vorhersageprofis mit Abstand am besten getroffen. Sicherlich wäre auch das kleine Brett gegangen, aber das lag zuhause im Keller. Na ja, man muss es an einem Flachwasserspot wie Gold dann aber auch nicht übertreiben. 4.6er und 99l passten insgesamt sehr gut.

Zu meinem Erstaunen war das Wasser gar nicht so kabbelig wie so oft und es gab eher kleineren Chop als die unruhige See, die man hier so oft hat, wenn sich zahlreiche Surfer und Kiter die Bucht teilen. Heute war es wirklich entspanntes Surfen mit immer ausreichend Druck zum Angleiten und Durchgleiten. Da die Rampen fehlten machte ich es mir schließlich zur Aufgabe, meinen (jämmerlichen) Geschwindigkeitsrekord von 40km/h zu knacken. Gefühlt war ich mir mehrmals auch sicher, dass ich es geschafft habe, da ich meines Erachtens die Kuh auch richtig fliegen ließ. Nach dem Blick auf die Uhr stellte sich jedoch schnell Ernüchterung ein: max. 38 km/h! Unfassbar, da ich auf dem Wasser ein ganz anderes Gefühl hatte und im Vergleich zu anderen auch nicht langsam unterwegs war. Klar, ich bin mit einem Freestyle-Wave-Brett und Wave-Segel unterwegs, aber auch das muss doch noch schneller werden können. Also woran liegt’s? Geht mit meinem Thruster-Setup einfach nicht mehr? Müssen die Seitenfinnen mal raus? Brauche ich bei solchen Bedingungen eine kleinere Centerfinne? 20er statt 22er? Oder bin ich doch der Fehler im System??? Das alles werden wir evtl. erst nächstes Jahr erfahren! 😉

Alles in allem war es heute ein richtig guter Surftag, wenn auch die Finger schmerztzen und sogar die 5mm Schuhe – komischerweise – schon grenzwertig waren. Es wird halt Winter!

Auf einen milden Winter und doch noch weitere Surftage 2017.

Viele Grüße,

Tom

Surftage 2017: 16. Quatro Tetra 99 & Sailloft Quad 4.6.