Windsurfen

Pelzerhaken am 03.01.2018: Mal gewinnt man, mal verliert man!

Ohne Wind kann man einfach nicht Windsurfen, so viel steht fest. Aber was macht man, wenn die Wetterdienste mit ihren Vorhersagen sich nicht einig sind? Wem glaubt man bzw. was will man glauben und was nicht? Die Aussicht auf einen Surftag verwischt dabei oft die Realität und man beginnt Dinge zu glauben, die rein objektiv gesehen nicht realistisch erscheinen. Auf der anderen Seite, kann manch Optimismus belohnt werden und am Ende zum „Lucky Punch“ führen, also zu einem Surftag, den viele nicht auf den Zettel hatten, aber man selber mitgenommen hat. Eben weil man die Energie hatte, trotz kontroverser Vorhersagen loszufahren und auf das Beste zu hoffen, das dann auch eingetroffen ist!

Heute war einer dieser Tage, bei dem letztendlich aber der „Lucky Punch“ ausblieb. Wie es dazu kam in Kürze:

– 8.00h: der Wecker klingelt und Windfinder (WF) & FCOO wurden gecheckt. WF Superforcast sagt schnell abnehmenden Wind für den Vormittag voraus sowie ab 12h keinen Gleitwind mehr. Die Dänen sehen es ähnlich und stabil sieht die Wetterlage bei beiden nichts aus. Also, das Handy weggelegt und wieder ab ins Land der Träume – Schnarchen statt Surfen!

– ca. 10.00h: Aufgewacht und nochmal die Vorhersagen checken. Alles wie gehabt, keine gute Vorhersage. Im Postfach dann auch die Mail von Gunnar (9.57h): „Sieht mau aus…“! Gedanklich wurde da der Surftag erstmal gecancelt.

– ca. 10.13h: Weitere Mail von Gunner „FCOO hat nach oben korrigiert.“ Also schnell die App gestartet und den aktuellsten Stand kontrolliert und siehe da: Grüne und gelbe Windfelder ab mittags. Also ausreichend Wind, der zum Nachmittag sogar noch weiter zunehmen sollte. Was sagt WF? Keine Änderung, aber was soll’s? Der dänische Wetterfrosch ist unser Mann bzw. unser Frosch und der ganzen Aktion wurde das GO gegeben.

Also schnell den Bus gepackt und mittags ab zur Küste gedüst. Da im Radio davon berichtet wurde, dass es in NRW und Niedersachsen schon ordentlich stürmt, war die Hoffnung da, dass es in Pelzerhaken am Südstrand auch für eine Session reichen sollte.

Nun ja, was soll ich sagen und um es kurz zu machen: Es reichte mit dem 5.2er und dem großen Brett lediglich zum Stehsegeln, wobei zu Beginn selbst dies nicht möglich war. Mehr war einfach nicht drin und zumindest der vom Dänen versprochene Wind blieb leider aus.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Dänen sehr wohl lügen, und dass wir uns wohl im Zentrum des Tiefs befunden haben. Ob ich bei einer ähnlichen Konstellation wieder losfahren würde? Klar, denn die Aussicht auf einen „Lucky Punch“ treibt einen schließlich an.

Viele Grüße an alle daheim gebliebenen und Aloha,

Tom