Windsurfen

Golden Bay am 08.08.2016

Als Windsurfer hat man es wirklich nicht so leicht. Windguru, Windfinder, Muchoviento, Wetteronline, DMI und der Däne – alles Wetterfrösche, die sich wunderbar mit dem Wetter und vor allem dem Wind auskennen. Wem aber soll man glauben, wenn sie sich nicht einig sind? Jeder Windsurfer hat wohl seinen Favoriten und so auch ich, weshalb ich gestern am späten Nachmittag nicht den nahen Osten, sondern das Ferne Fehmarn ansteuerte. Denn nur dort sollte es eine gut belüftete Feierabend-Session bei WSW bis SW Wind geben.

Ein hoch auf die Urlaubszeit, in der es auf der Sonneninsel stets proppenvoll ist, sodass ich mich nicht hetzen musste – denn mein Plan war, erst dann am Spot zu sein, wenn der Normalurlauber und Urlaubssurfer sich auf den Weg zum Abendessen macht bzw. die Arena geräumt hat. Mein Plan ging auf und der tagsüber überfüllte Spot in Gold zeigte sich kurz nach 18h recht überschaubar. Es gab genug Platz auf dem Parkplatz und auf dem Wasser. Perfekt und vor allem ziemlich entspannt für einen sportlichen Tagesausklang.

Es windete allerdings zunächst mehr als erwartet, sodass ich zur kleinen Kombi greifen konnte. Diese lief um 18.30h sehr gut, bevor der Wind nach 2-3 Schläge dramatisch abnahm und Dümpeln angesagt war. Also kurz nachgedacht, sich an die eigentliche Vorhersage erinnert und sofort zurück an Land, um auf’s große Brett und das 4.6er zu wechseln. Guter Plan, der um kurz nach 19h, als ich wieder das Wasser betrat, zunächst nicht aufging – es kachelte schließlich wieder aus allen Rohren und der Ritt auf der neuen Kombi glich dem Ritt auf einem Bullen. Entspannt und kontrolliertes Windsurfen ist jedenfalls anders. Wer Gold kennt, weiß, dass Umriggen aufgrund des langen Weges bis zum Parkplatz nicht so wirklich Spaß macht. Deshalb blieb ich bei der Kombi, beschränkte mich auf kurze Schläge und vertraute darauf, dass mein Wetterfrosch recht behält. Und was soll ich sagen? Das tat er auch. Ab ca. 19.45h/20.00h passten das 4.6er und der Tetra perfekt für den nun leichteren Wind, sodass ich die Session so richtig genießen konnte und es mir zur Aufgabe machte, meine 34.5 km/h aus Halli (Down-The-Line wohlgemerkt ;-)) zu toppen und die 40 km/h Grenze zu knacken. Mit 40.6 km/h knackte ich diese Schallmauer zwar, aber irgendwie fühlt sich dies auf dem Wasser immer schneller an, als es letztendlich ist. Ob 40.6 km/h nun für ein Wavesetup im Trifin-Modus und einen Normalosurfer schnell ist, kann ich nicht sagen, allerdings reizt mich schon ein wenig, wie schnell ich wohl mit anderem Material in glatteren Bedingungen werden kann?

Am Ende waren wir nur noch zu dritt oder viert auf dem Wasser, was sich an einem sonst überfüllten Spot sehr gut anfühlt. Kurz nach 21h hat es mir dann auch gereicht, sodass ich die Arena zwar kaputt, aber auch sehr glücklich & zufrieden verließ. Schön auch, mit Jenso einen alten Bekannten aus Potsdamer Zeiten wieder getroffen zu haben.

Mal schauen, was der August noch so bringt? Nach dem Surftag ist schließlich vor dem Surftag!

In diesem Sinne, Aloha & viele Grüße,

Tom

Surftage 2016: 12. Sailloft Quad 4.6 & Quatro Tetra 99